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13.03.2020

5 Fragen an Iris Keller

Iris arbeitet als Bauführerin in Birr. In unserem kurzen Interview erklärt sie, wie sie dazu gekommen ist und weshalb sie genau hierhin gehört.

Beschreibe uns doch kurz deinen Werdegang.
Ich bin seit mehr als 30 Jahren in der Baubranche tätig. Da mein Vater Vermesser war, hatte ich bereits früh einen Bezug dazu und habe deshalb die Lehre als Zeichnerin absolviert. Um Bauführerin zu werden, verlangte man eine Ausbildung als Strassenbauer, Maurer oder Zimmermann. Strassenbau interessierte mich schon immer und die Arbeit an der frischen Luft sagte mir zu. Zudem reizte es mich, ein Projekt mit den eigenen Händen zu erstellen. Bei Cellere bin ich nun seit zweieinhalb Jahren und arbeite hier in der Region Aargau mit circa 80 Mitarbeitenden zusammen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Ich leite die Baustellen, plane und organisiere sie von A bis Z. Dazu gehören auch Bestellungen, Anträge und Abrechnungen der Projekte.

Fühlst du dich manchmal als Frau benachteiligt in einer Branche, die von Männern dominiert wird?
Überhaupt nicht. Früher, als ich noch als Strassenbauerin gearbeitet habe, hatte ich den Nachteil, dass ich physisch nicht mithalten konnte. Doch nun als Bauführerin kann ich mit meinem Fachwissen überzeugen, was mich meinen männlichen Kollegen gleichstellt.

Gibt es sogar Vorteile als Frau?
Das ist unterschiedlich. Der Umgang auf dem Bau ist manchmal sehr direkt, man gewöhnt sich aber sehr schnell daran. Ich kann gut mit Menschen kommunizieren und wirke vielleicht nicht ganz so harsch wie andere Kollegen. Wichtig ist, dass man sich gegenseitig respektiert – ganz egal, ob Mann oder Frau.

Und was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?
Der sichtbare Fortschritt. Der Blick zurück auf das Geleistete – das macht mich jeweils schon etwas stolz.



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