Neuer Glanz für den Kreisel Rappagugg
Der Kreisel Rappagugg am A13‑Anschluss Zizers befand sich in schlechtem Zustand, daher setzten wir ihn instand. Gleichzeitig realisierten wir gemeinsam mit der Gemeinde Zizers eine neue Bushaltestelle und einen Gehweg.
Die ARGE Rappa, bestehend aus der METTLER PRADER AG und der Cellere Bau AG, erhielt 2022 den Auftrag für den Neubau des Kreisels Rappagugg bei der Ein- und Ausfahrt der A13-Nordspur und einer Bushaltestelle. Nach mehreren Verzögerungen starteten wir im Januar 2025 mit grosser Vorfreude die Bauarbeiten. Den bestehenden Asphaltkreisel ersetzten wir durch einen neuen Kreisel mit zweischichtiger Beton-fahrbahn. Auch die Bushaltestelle erstellten wir in Beton. Die dafür eingesetzte Betonsorte für den Oberbelag war ein Novum und kam im Kanton Graubünden erstmals zum Einsatz.
Premiere für CO₂-neutralen Spritzbeton
Für Bushaltestelle und Gehweg schufen wir den nötigen Platz, indem wir eine rund 97 m lange Stützmauer mit variabler Höhe bis 7 m bauten. Wir führten sie im für Graubünden typischen Natursteinformat MX2 aus. Den oberhalb liegenden Rappaguggweg erneu-erten wir komplett, versahen ihn mit einem zweischichtigen Belagsaufbau und sorgten über eine an der Stützmauer liegende Rigole für saubere Entwässerung. Den Qualitäts-vorgaben folgend hinterfüllten wir die hohen Wände mit Flüssigboden. Dieses Material mindert Setzungen im Strassenbereich und schont zugleich Ressourcen, da es aus Waschschlamm und Aushub besteht. Ein Highlight war der schweizweit erste Einsatz von CO2-neutralem Spritzbeton (KLARK). Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Optimierung der CO2-Bilanz im Spritzbetonbau.
In nur drei statt vier Bauphasen umgesetzt
Noch vor Baustart schlug die ARGE der Bauherrschaft eine optimierte Ausführung vor: Der Kreisel liesse sich in drei statt vier Bauphasen erstellen. Dies erleichterte die provisorische Verkehrsführung und verschaffte uns einen effizienteren Bauablauf. Die provisorischen Autobahnanschlüsse richteten wir analog zur 2022 abgeschlossenen Baustelle ARGE QV Untervaz ein, sodass Ein- und Ausfahrten jederzeit, das heisst ohne Wochenendsperren, möglich blieben. Dank sorgfältiger AVOR sowie offenem und konstruktivem Austausch mit der Bauleitung führten wir das Projekt erfolgreich aus. Wir wünschen allen Verkehrsteilnehmenden und der Bauherrschaft viel Freude mit dem neuen Knotenpunkt.
Bauherrschaft
Bundesamt für Strassen (ASTRA)
Gemeinde Zizers
Bausumme
CHF 3.8 Mio.
Bauzeit
Januar bis Dezember 2025
Zahlen
6882 m³ Aushub
1995 m³ Kiesmaterial
760 t Betonabbruch
2143 m³ Beton
1210 t Asphalt

